Bei einer Schamlippenkorrektur (auch Labioplastik oder Labienplastik genannt) können die zu langen inneren oder äußeren Schamlippen chirurgisch reduziert werden (Schamlippenverkleinerung). Es ist aber auch möglich, erschlaffte oder zu schwach ausgeprägte äußere Schamlippen aufzubauen. (Schamlippenvergrößerung/ Labienaugmentation). Auch rekonstruktive Eingriffe nach misslungenen Schamlippenkorrekturen sind möglich und werden von uns auch häufig durchgeführt. Alle Arten von Schamlippenoperationen können in der Regel ambulant und unter vorheriger Lokalanästhesie durchgeführt werden.
Die Veränderungen an den Schamlippen sind meist durch hormonelle Schwankungen, Gewebeschwäche, genetische Einflüsse oder altersbedingt verursacht. Da dies im äußeren Genitalbereich auch sichtbar ist, leiden viele Frauen darunter. Als besonders störend werden große oder zu lange innere Schamlippen und erschlaffte äußere Schamlippen empfunden. Sie können auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie bei bestimmten Sportarten (z.B. Reiten, Joggen, Radfahren) verursachen und stellen damit eine zum Teil erhebliche Beeinträchtigung sowohl im Sexualleben als auch im Alltag dar. Viele Frauen entscheiden sich aufgrund einer starken psychischen Belastung für ästhetische Schamlippenkorrekturen.
RTL II exklusiv - die reportage Sendetermin verschoben auf den 30.9.2010, 23:10...

Es sind also sowohl funktionelle als auch ästhetische Gründe, die den Wunsch nach einer Schamlippenkorrektur auslösen. Die anatomische Aufgabe der Schamlippen (Labien) ist es, den Scheideneingang abzuschließen und die Scheide vor Austrocknung sowie vor dem Eindringen von Fremdkörpern oder Keimen zu schützen. Diese Schutzfunktion ist ideal gewährleistet, wenn die äußeren Schamlippen die inneren ganz bedecken. Wenn die inneren Schamlippen zu lang über die äußeren herausragen oder die äußeren Schamlippen schlaff oder zu schwach ausgebildet sind, kommt es leichter zu Scheideninfektionen.
Schamlippen und Klitorismantel bilden anatomisch eine Einheit. Dies sollte bei einer Schamlippenkorrektur berücksichtigt werden. In 80-90% der Fälle besteht eine Hyperplasie (Vergrößerung) der inneren Schamlippen über dem gesamten Verlauf. Keine der bisherigen Operationsmethoden geht darauf ein und hinterlässt nachher unharmonische Ergebnisse mit unnatürlich aussehender Genitalregion, "unten zu wenig, oben zu viel".
Deshalb setzen wir bei der Schamlippenkorrektur von Prof. Dr. Stefan Gress über viele Jahre selbst entwickelte Operationstechniken ein, die sich grundsätzlich von den sonst eingesetzten Verfahren unterscheiden. Diese Techniken ermöglichen nicht nur vorher die Einbeziehung des Klitorismantels in den Operationsverlauf, sondern auch ein besonders harmonisches und ästhetisches Ergebnis nachher. Der Einsatz von Radiochirurgie (eine Art Laser) beschleunigt dank der blutungsarmen Schnitttechnik auch den Heilungsprozess. Schwellungen und leichte Schmerzen klingen bereits nach kurzer Zeit ab, die Patientin bleibt in ihrem Alltag nicht lange eingeschränkt.
Beim Beratungsgespräch können Sie sich gerne anonymisierte Bilder von Patienten ansehen und sich über die Kosten informieren. Der Gesetzgeber verbietet jedoch, dass diese im Internet veröffentlicht oder außer Haus gegeben werden.
Folgende Schamlippenkorrekturen führen wir durch:
Eine Verkleinerung der inneren und äußeren Schamlippen sollte nicht in einer Operation durchgeführt werden. Zwischen diesen Eingriffen sollten mindestens 6 Monate verstreichen, da häufig Komplikationen auftreten (wie z.B. Wundheilungsstörungen), die das Ergebnis nachher beeinflussen.