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Focus

Focus, August 2007

Operation Schönheit

von Jochen Niehaus

Intime Schnitte

Hautüberschuss stört manche auch an intimsten Stellen. „Wahrscheinlich eine Folge des Trends zur Intimrasur“, vermutet Stefan Gress, plastischer Chirurg in München. Im letzten Jahr verjüngte er nach eigenen Angaben bei 150 bis 200 Frauen Vulva oder Vagina. „Der diesbezügliche Leidensdruck lässt sich nicht wegreden“, rechtfertigt der ärztliche Direktor der Sensualmedics AG seine Arbeit.

Über das Unverständnis vieler Männer gegenüber dem weiblichen Wunsch nach geschlechtlicher Makellosigkeit beschwert sich auch die Bahnangestellte Veronica Riegler*.: „Mein Partner und auch mein Gynäkologe haben mir immer wieder versichert, dass meine inneren Schamlippen ganz normal groß sind und mich fast für verrückt erklärt, weil ich sie kürzen lassen wollte. Doch in der Sauna fühlte ich mich ich noch nackter als nackt, immer beobachtet“, so die sportlich sehr aktive 32-Jährige.

Heute, sechs Monate nach der Verkleinerung, ist Frau Riegler mit dem Ergebnis hoch zufrieden und froh, sich durchgesetzt zu haben. Vier Tage Urlaub und 2500 Euro ließ sie sich die chirurgische Intimkorrektur kosten.

Ebenfalls Probleme mit Alterungsprozessen im Intimbereich hatte Brigitte Mull*: Nach der Geburt der beiden inzwischen sechs und acht Jahre alten Kinder „war es für mich und meinen Mann sehr mühevoll im Bett, weil es einfach an Reibung fehlte.“ In örtlicher Betäubung verengte Gress ihre Scheide mit Eigenfett (2000 bis 3000 Euro) und legte in Höhe des G-Punktes ein extra Depot an (1000 Euro). „Ich wollte mit meinen 44 Jahren noch keine alte Frau sein und weiter lustvollen Sex haben – aber ohne monströse Gummigarnituren“, erklärt die Personalleiterin ihre sehr private Entscheidung. „Die Unterspritzung hat mir und meiner Ehe geholfen. Also warum nicht?“

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