Neuer Trend aus den USA: Perfekte Intimzone
Immer mehr Frauen lassen sich ihre Genitalien verschönern – in den USA ist das bereits normal
Dr. Stefan Gress (42), Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München, operiert etwa 20 Patientinnen pro Monat im Intimbereich. Der häufigste Wunsch ist das Kürzen der inneren Schamlippen. Mit dem Laserskalpell verkleinert er die Haut oder die Klitoris, mit Kanülen saugt er fett aus zu kräftig geratenen Schamhügeln ab. Preis: ab 2000 Euro.
FRAU VON HEUTE: Warum lassen sich Frauen ihre Geschlechtsorgane verschönern?
Dr. Stefan Gress: Häufig spielen psychische Gründe eine Rolle. Die Frauen haben ein gestörtes Sexualleben, fühlen sich gehemmt, sich nackt zu zeigen, weil sie ihre Schamlippen zu schlaff und zu lang finden. Dann wünschen sie sich straffe und symetrisch aussehende Schamlippen wie bei einem jungen Mädchen.
Wie alt sind Ihre Patientinnen?
Die jüngste Patientin war erst 17 Jahre alt. Aber ich operiere erst ab 18. Im Schnitt sind die Frauen zwischen 30 und 40 Jahre.
Was halten sie von diesem zunehmenden Perfektionswahn?
Furchtbar. Ein schönes äußeres Erscheinungsbild ist okay, aber ich halte nichts von übertriebenen überflüssigen Operationen.