
19.07.2008
Höhepunkt der modernen Chirurgie
Frauen lassen sich den G-Punkt aufspritzen
Deutsche Klinik vergrößert den Lustknopf
München - Jahrzehnte wurde darüber diskutiert, ob es ihn überhaupt gibt. Und bis heute gibt es Millionen Frauen, die ihn noch immer nicht gefunden haben – den mysteriösen Punkt in ihrer Vagina, der zum Höhepunkt der Lust führen soll. Während sie ihn weiter suchen, stehen Damen von Welt bei Professor Stefan Gress an, um sich den G-Punkt nun vergrößern zu lassen.
Der ärztliche Leiter der auf Intimchirurgie spezialisierten Münchner Klinik Sensualmedics hat sich als erster in Deutschland mit der G-Punkt-Intensivierung befasst, verhilft täglich mindestens einer Frau mit einem Piks zu neuer sexueller Erregbarkeit. Per Injektion wird der münzgroße G-Punkt auf das Doppelte aufgepumpt – ab 1200 Euro mit Hyaloronsäure (hält 6 Monate), ab 2200 Euro mit Eigenfett (soll ein Leben lang wirken). "Bei etwa 70 Prozent der Frauen hat die Lustspritze Erfolg", so Gress. Und was für Frauen suchen "Mister G." auf? Sie sind um die 40, selbstbewusst, entschlussfreudig, meist Unternehmerinnen. "Sie leiden darunter, dass sie nur durch Stimulation der Klitoris erregbar sind, nicht aber vaginal", erklärt Klinik-Sprecher Bernhard A. Lunkenheimer. Patientin Katrin (36) verrät: "Ich brauchte viel Stimulation, um zum Höhepunkt zu kommen, außerdem bin ich seit 15 Jahren mit meinem Partner zusammen. Jetzt haben wir wieder mehr Spaß: Ich komme schneller, will öfter."
Gabriele (42) hörte von Ladys aus Beverly Hills, die nach dem G-Shot schon bei der Fahrt über ein Schlagloch ins Stöhnen geraten, suchte Gress auf. Ihr Fazit: "Das mit dem Schlagloch ist Quatsch, aber das Gefühl beim Orgasmus ist wirklich intensiver. Jetzt überlege ich, eine höhere Dosis auszuprobieren."
Unumstritten ist die Spritze nicht. Kritiker warnen, dass die Empfindsamkeit reduziert werden kann. Spätestens dann weiß frau, dass es einen G-Punkt gab ...