Vulva nach Mass
Interview mit Dr. Stefan Gress, plastischer Chirurg aus München
Woman: Dr. Gress, wie sind sie zu Vaginal-OPs gekommen?
Dr. Strefan Gress: Als plastischer Chirurg bin ich früher mit Geschlechtsumwandlungen in Berührung gekommen. Das ist ein Teilgebiet der Fachrichtung. Da werden Vaginen vollkommen neu modelliert. Echte Vaginen habe ich dann später auf Weiterbildungsaufenthalten in Rio und New York gestalten gelernt.
Verhelfen Ihre OPs den Frauen denn zu mehr Lust?
Rein funktionell wirken diese Korrekturen nicht lustfördernd. Aber die Frauen haben nach der OP im Bett ein ganz anderes Selbstbewusstsein, weil sie sich endlich attraktiv finden.
Machen Sie eigentlich alles, oder lehnen Sie auch mal einen Wunsch ab?
Ich würde keine Scheidenverengung durchführen. Da ist zuviel Muskel- und Nervengewebe mit im Spiel, und die Gefahr eines Gefühlsverlusts ist zu groß. Aus diesem Grund würde ich auch keine Penisverlängerung durchführen.
Ihre typische Patientin ...
... ist ästhetisch sehr bewusst, äußerst gepflegt, meist zwischen 30 und 40.
Haben sie auch schon eine Frau ohne OP wieder nach Hause geschickt?
Ja das passiert. Wenn sie zum Beispiel noch nicht volljährig ist. Oder wenn ich ihren Wunsch überhaupt nicht nachempfinden kann, weil alles perfekt ist.
Sind Männer, wenn es um das Geschlechtsteil ihrer Partnerin geht, nicht viel toleranter als die Frauen selbst?
Auf jeden fall. Die meisten Männer sind da unkritisch und relativ leicht zufrieden zu stellen. Aber ich glaube, die Partner meiner Patientinnen freuen sich trotzdem über das gelungene OP-Resultat.