
Designer-Vaginas
Man kann überall “nicht gut genug“ aussehen. Deswegen gibt es Beauty-OPs neuerdings auch dort, wohin ohnehin kaum einer gucken darf.
Mit Frauen kennt sich Dr. med. Stefan Gress aus München besser aus als die mit sich selbst. Und so verkündet er denn auf seiner Homepage: „das Selbstverständnis einer äußerlich ansprechenden Genitalregion geht mittlerweile über die Pflege der Schambehaarung hinaus. Auch die anatomischen Proportionen sollten möglichst perfekt sein. Schätzungsweise 25% der Frauen in Deutschland leiden an unschönen Variationen. Der Natur.“ Was er damit meint: Zu lange Schamlippen, vergrößerte Klitoris (!), ein auffälliger Schamhügel. Doch die Chirurgie weiß bei solchen Beschwernissen Rat. Seit einigen Jahren wird auch untenrum kosmetisch optimiert. Ärzte verkürzen die inneren Schamlippen, damit sie nicht mehr hervorlugen, saugen Venushügel-Fett ab oder straffen die durch Geburten angeblich zu weit gewordene Vagina. Kosmetisch sind solche OPs, nun ja, überflüssig (außer man will sich schmerbäuchigen Pornoproduzenten andienen), medizinisch bedenklich: Schamlippen und Klitoris sind sehr sensibel. Genau das ist ja das Tolle an ihnen.