Das Hymen, oder auch Jungfernhäutchen, ist eine dünne, elastische und feinfasrige Membran die den Scheideneingang teilweise verschließt. Es bedeckt den Vaginaleingang nicht ganz um den Ausfluss des Menstruationsblutes beim Einsetzen der Pubertät zu ermöglichen. Diese Öffnung erfolgt normalerweise schon vor der Geburt. In Größe und Form unterscheidet sich das Jungfernhäutchen von Frau zu Frau sehr stark. Die anatomische Aufgabe ist nicht vollständig geklärt. Manche Wissenschaftler vermuten dass es im Kindesalter die Vagina vor Infektionen oder Fremdkörpern schützen soll. Beim ersten Geschlechtsverkehr, der sog. Defloration, wird das Hymen meistens, jedoch nicht immer, zerstört. Auch durch mechanische Belastungen beim Sport, wie Reiten, Fahrradfahren oder Gymnastik oder bei Stürzen oder Unfällen kann das Hymen leicht zerstört werden. Eine Hymenverletzung kann auch unbemerkt geschehen, da Schmerzen oder Blutungen nicht immer auftreten.
Vor allem in arabischen und südeuropäischen Ländern ist es als Zeichen der Jungfräulichkeit und Reinheit von großer traditioneller Bedeutung.
Eine Wiederherstellung des Jungfernhäutchens ist mit verschiedenen chirurgischen Maßnahmen möglich.